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Mit „Byways“ präsentiert die Dresden Frankfurt Dance Company einen Doppelabend, der zwei zeitgenössische Handschriften zusammenführt: Ioannis Mandafounis und Rosalind Crisp entwickeln jeweils neue Werke, die klassische Technik und improvisatorische Freiheit in einen spannenden Kontrast setzen. Die Uraufführung findet am 6. Februar in Dresden statt, bevor die Produktion ab dem 19. März im Bockenheimer Depot Frankfurt gezeigt wird. Mandafounis hinterfragt in „Eins vor, zwei zurück“ die Grundprinzipien des klassischen Balletts. Typische Bewegungen werden dekonstruiert, umgekehrt und neu zusammengesetzt. Das Ergebnis ist ein humorvoller, zugleich respektvoller Dialog mit der Tanzgeschichte, getragen von der kleinen Besetzung der DFDC sowie Gasttänzer Jón Vallejo vom Semperoper Ballett. Im zweiten Teil lenkt Rosalind Crisp in „Seen Unseen“ den Blick auf das Entstehen von Bewegung selbst. Ihre Praxis der Live-Komposition macht feine Gewichtsverlagerungen, Atem und Impulse sichtbar und lädt das Publikum ein, den Moment zwischen Intention und Ausführung mitzuerleben. Gemeinsam mit Pianist und Komponist Frédéric Blondy entsteht ein atmosphärischer Raum, in dem Musik und Tanz sich wechselseitig formen. „Byways“ ist eine Koproduktion der DFDC mit dem Semperoper Ballett und bietet eine seltene Gelegenheit, zwei unterschiedliche choreografische Forschungswelten an einem Abend zu erleben – präzise, offen, neugierig und nah am Publikum.
>> 19.-21.3., 26-28.3. 20 Uhr, 22. + 29.3., 16 Uhr, Bockenheimer Depot, Frankfurt, 20 Uhr, dfdc.de | (069) 212 494 94