© Seweryn Zelazny
Die selten gespielte Oper von Wolfgang Fortner basiert auf einer Vorlage von Federico García Lorca und erzählt von Liebe, Eifersucht, verhängnisvollen Konflikten zwischen Familien und einer Hochzeit, die für zwei Menschen tödlich endet. Die Inszenierung von Àlex Ollé beeindruckt durch ihre düstere Intensität. Besonders grandios ist das Bühnenbild von Alfons Flores mit beweglichen Vorhängen, engen Räumen und starken Lichtstimmungen. Auch die klassischen Kostüme von Lluc Castells passen mit ihren dunklen Farben perfekt zur düsteren, manchmal fast traumhaft wirkenden Handlung. Die auf Deutsch gesungene Oper verbindet oft gesungene mit gesprochenen Passagen und ist daher gut verständlich. Unter der Leitung von Duncan Ward klingt die moderne und expressionistische Musik von Wolfgang Fortner spannend, geheimnisvoll und stellenweise bedrohlich. Claudia Mahnke als Mutter, Magdalena Hinterdobler als Braut, Mikołaj Trąbka als Leonardo und Daniela Ziegler als Tod und Bettlerin überzeugen stimmlich und schauspielerisch. Auch der große Chor sorgt für eindrucksvolle Momente. Großer Applaus für Solisten, Chor und Orchester.
>> 6.6., 15.6, Oper Frankfurt, 19 Uhr, 16-121 €, erm. die Hälfte, Infos & Tickets: (069) 212 49494, oper-frankfurt.de