Foto: Miguel Hernandez
Eleonora L. Herder erforscht die verdrängten Echos ihrer Familiengeschichte. Ihr Urgroßvater war hochrangiger Nationalsozialist, der andere musste als Jude ins Exil fliehen. Dass sich später ihre Nachkommen verliebten, markierte den Beginn einer tragischen Familienodyssee, geprägt von Schweigen und psychischen Erkrankungen – eine Reise, die über Como, Rom und Barcelona bis nach Santa Barbara in Kalifornien führte. Über zehn Jahre lang trug Herder über 200 Dokumente zusammen und konfrontierte sich mit dem, was unausgesprochen blieb. Das Publikum wird eingeladen, gemeinsam den offenen Bruchstellen der Erinnerung nachzuspüren. Die Produktion ist Teil des MADE.Festivals 2026. MADE. bringt seit 2009 besonders sehenswerte Produktionen der Freien Darstellenden Künste Hessens landesweit in mehreren Städten auf die Bühne, immer auf Augenhöhe mit der Zeit.
Lecture-Performance
Über das Unbehagen zu wohnen
28.5., 11 Uhr + 20 Uhr, Theateratelier 14 H, Offenbach, Bleichstr. 14 H
vormittags 12 €, abends 17 €
Infos & Tickets: theateratelier.info, karten@made-festival.de